Vita & Daten

Rinaldo Talamonti (* 25. August 1947 in San Benedetto del Tronto/Italien) ist ein italienischer Schauspieler und Gastronom. Er kam 1964 mit seinen Eltern nach München. Schon nach drei Jahren kehrte die Familie nach Italien zurück, doch gegen den Willen seines Vaters blieb Rinaldo in Deutschland.

Er arbeitete als Kellner und erhielt 1968 seine ersten Filmrollen. Von da an war Talamonti aus den deutschen Filmgeschäft nicht mehr wegzudenken. Als Karikatur eines Latinlovers sorgte er zu einem wesentlichen Teil für das humoristische Element der in den siebziger Jahren gedrehten Sexfilme. Des Weiteren trat er auch in mehreren Abenteuerfilmen auf.

1978 beendete er vorerst seine Schauspielerkarriere und baute mit seiner Frau Roswitha eine Vertretung für italienische Schuhe auf. Darüber hinaus eröffnete Talamonti in München ein italienisches Spezialitätenrestaurant. Gelegentlich wirkt er auch wieder in Filmen (The High Crusade) und Fernsehserien mit. In dem 2006 von ARTE ausgestrahlten Dokumentarfilm Der Traum des Vaters von Michael Chauvistré und Miriam Pucitta wurde der Werdegang der Familie Talamonti über drei Generationen dargestellt.

1947

Geboren am 25.08.1947 in San Benedetto del Tronto (Marche, größter Palmenhain Italiens und Europas an der mittleren Adria), als Sohn von Cesarina Petrelli, Müllerstochter und Ezio Talamonti, Eisenbahner- und Beamtenfamilie.

1953

Volksschule in Porto d`Ascoli – San Benedetto del Tronto.(AP)

1957

Anschließend Päpstl. Institut, Montalto Marche, 3 Jahre

1960

Mitarbeit im elterlichen Betrieb, da Vater sich weigerte, in weiter auf die staatliche Schule gehen zu lassen. Es gab noch keine Schulpflicht über die Grundschule hinaus.

1964

Dann verpachtete der Vater das Café für 5 Jahre und fuhr mit der Familie, Ehefrau und den 3 Kindern nach Deutschland, mit der Begründung: Die Kinder sollten deutsch lernen und arbeiten, das könne man dort besser als in Italien.

1967

Fuhren die Eltern mit dem jüngsten Sohn nach Mailand, der Vater hatte für 2 Jahre die Leitung des Bundesbahn-Restaurant's am Hauptbahnhof übertragen bekommen. Sohn Rinaldo hatte seine spätere Frau Roshwitha kennengelernt und wollte aus diesem Grund nicht zurück.

1968

Arbeitete Rinaldo teils als Kellner, teils im Verkauf auf Modemessen. Durch Zufall erhielt er die Hauptrolle in einer amerikanischen Werbefilm Produktion(BFB N.Y).

1969

Folgte eine Hauptrolle in einer kleinen Komödie. Sohn Lajos wurde geboren.

1970

Heiraten Roswitha Stadlbauer und Rinaldo Talamonti in Salzburg.
(Mirabell Schloß)

1971

Begannen beide eine Schuhvertretung mit italienischen Schuhen in (D), (A), (CH) aufzubauen.

1972

Rinaldo drehte im Zeitraum von 6 Jahren 28 Filme mit verschiedenen
Produktionen größtenteils Sexkomödien.

1973

Unterricht bei Münchner Schauspiellehrerin.

1975

Bei Dreharbeiten in Kolumbien, wurde Tochter Nubia adoptiert. Sie war ein 5-jähriges Indiomädchen, das als Heimkind verhungert und verlassen wie tausende andere „Garmines“ (Straßenkinder) lebte und seit ein paar Tagen im Waisenhaus aufgenommen worden war.

1976

Kurs Theaterhaus Berlin, mit Lehrern des ACTOR STUDIO N.Y. Walter Lott, Zigmund Molick, Veron
Lesby.

1977

Ablehnung aller Rollen in Sexfilmen, dann lange Pause, da niemand Komikfilme mit ihm machen wollte. Kontakte zu vielen Produzenten

1978

Beginnt Sohn Lajos eine Ausbildung an der „Bosl-Stiftung“ in München als Tänzer, Abschluss mit Choreografie. Rinaldo arbeitet weiter als Schauspieler in Film- und TV

1979

Kurs Theaterhaus Berlin, ACTOR Studio, Lehrer Zigmund Molik und Walter Lott.

1983

Extreme Pupertätsprobleme der Adoptivtochter Nubia, die sich über 5 Jahre 1985 hinzogen. Schulbesuch 2 Jahre in der Steiner-Schule in Avrona(CH). Rinaldo arbeitet weiter als Schauspieler in Film- und TV.

1993

Eröffnung des Bistros „Buon Gusto Talamonti“ in Münchens Zentrum.
Rinaldo spielte weitere Rollen in Film- und TV.

1996

Erweiterung mit Restaurantteil und Kandidatur zu den Stadtratswahlen für die FDP.

2005

2005 „Der Traum des Vaters“ von Michael Chauvistré und Miriam Pucitta. Ein Dokumentarfilm für ARTE über drei Generationen der Familie Talamonti: Vater Ezio, Sohn Rinaldo, Enkel Lajos.

2006

2006 „Einer für alle – alle für Rinaldo“ von Michael Chauvistré und Miriam Pucitta. Ein Porträt über Rinaldo für die Reihe „Lebenslinien“ im Bayerischen Fernsehen. Hofnarr und Hofmarschall für die Faschingsgesellschaft München. Rinaldo spielte weitere Rollen in Film- und TV.

2007

Weitere Angagement als Hofnarrder Faschingsgesellschaft „NARHALLA“ München. Rinaldo spielte weitere Rollen in Film- und TV.

2008

am 16. April wird Rinaldo beim italienischen Konsulat München der Titel „Cavaliere dell’Ordine della stella della solidarietà italiana“ (Ritter der italienischen Republik) verliehen.am 3. Mai wird Rinaldo von der „Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs“ (internationale gastronomische Gesellschaft) als „Maître Rôtisseur“ inthronisiert. Rinaldo startet wieder ein großes Comeback mit einer Hauptrolle als Bösewicht in dem Thriller "Der falsche Mann" (Dream Film).

2009

weitere Dreharbeiten neben der Restaurant-Tätigkeit: Karakul, Diablo666, Der Falsche Mann

2010/11

in Produktion: The Fall of the Redemption (Kino) und Sempre Arte (TV)
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